User Tag List

Seite 231 von 231 ErsteErste ... 131181221222223224225226227228229230231
Ergebnis 5.751 bis 5.761 von 5761
  1. #5751
    Mitglied Avatar von God_W.
    Registriert seit
    10.2018
    Ort
    Nahe Aschaffenburg
    Beiträge
    1.870
    Mentioned
    127 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Der nächste Schwung ist mal wieder mehr auf Batman fokussiert…


    Batman – Neal Adams Collection 3 (Batman Graphic Novel Collection)



    Der deutlich beste Band der drei Neal Adams Ausgaben, den ich direkt zum Anlass genommen habe einen kleinen Ra’s al Ghul Run zu starten, immerhin beinhaltet der Band mit Batman #232 den ersten Auftritt des Erzbösewichts mit den „besten Absichten“. Wenn man zufällig „Die Geburt des Dämons“ (DC Comics Graphic Novel Collection Band 43) zur Hand hat, kann man noch Batman #235 dazwischenschieben (ist da als Classic Bonusstory ganz hinten im Band), bevor der Ra’s al Ghul Storybogen mit Batman #243-245 vorerst zu einem Ende kommt.


    Daneben bietet der Band noch einen ganzen Schwung weiterer, toll gezeichneter Stories, teils perfekt zu Halloween, für Liebhaber von Two-Face, der Joker-Klassiker „Jokers fünffache Rache“ und ein zur Jahreszeit passender creepy Werwolfauftritt. Sehr coole Mischung!

    8/10




    Lustiges Taschenbuch Classic Edition - Die Comics von Carl Barks 2



    Zweite Runde mit Barks. Klar, da hab ich ja viel aufzuholen. Werde mir jetzt nach jedem Don Rosa Band mindestens zwei Barks Bände zu Gemüte führen, um da ein wenig zügiger vorwärts zu kommen und wenigstens einen Teil von Rosas Anspielungen verstehen zu können.


    Wie im ersten Band werden zum größten Teil wieder humorvolle 10-Seiter ohne Tiefs, aber auch nur mit wenigen Highlights geboten. Die findet man dann bei den längeren Stories, wie dem „Mystery of the Swamp“ oder beim „Terror auf dem Strom“. Zack, hat mich der gute Carl Barks wieder komplett abgeholt. Ich mag Sumpfmonster, Seemannsgarn, Nessie und Jules Verne, was sollte an diesem wilden Mix also schlecht sein? Davon abgesehen war „Lore aus Singapore“ echt verdammt witzig.

    6,5-7/10




    Batman – Die Geburt des Dämons Teil 1 (DC Graphic Novel Collection 42)



    Die ideale Fortsetzung meines kleinen Ra’s al Ghul Runs, den ich mit der Neal Adams Collection (Teil 3 in der Batman Eaglemoss Collection) begonnen habe. Der fette Band umfasst die beiden enorm gut geschriebenen Stories „Der Sohn des Dämons“ und „Die Braut des Dämons“. Wir werden in Ra’s al Ghuls Welt entführt, die sich ein wenig nach James Bond anfühlt, und in die sich der Dunkle Ritter tiefer und tiefer hineinziehen lässt. Die komplizierte Dreiecksbeziehung zwischen Batman, seinem Feind Ra’s und dessen Tochter Talia bildet das emotionale Herzstück der spannenden Stories, die auch beide super gezeichnet sind. Ein Batman-Highlight!


    8,5-9/10




    WE3 (Grant Morrison)



    Optisch top, ungewöhnlich und einfallsreich kommt Grant Morrisons Sci-Fi-Story daher, in der sich in enorm kreativ gestalteten Panels drei entführte und zu Kampfcyborgs umgerüstete Kuschelhaustiere auf eine außergewöhnliche Reise machen. Zurück in ihr altes Leben? Auf die Suche nach Menschlichkeit? Oder zumindest in die Herzen der Leser? Vermutlich hat Morrison das ungewöhnlich geradlinig daherkommende Teil wieder mit massig Anspielungen gespickt, die ich nicht kapiert habe, aber ein paar kleine Winker hab ich schon verstanden und der Rest war einfach prima unterhaltsam, wenn auch etwas zu kurz.


    6,5-7/10




    Batman – Die Geburt des Dämons Teil 2 (DC Graphic Novel Collection 43)



    Das Finale meiner kleinen „Ra’s al Ghul Kennenlernaktion“ (ich kannte ihn zuvor nur aus Batman Begins) führt mich zur Origin-Story dieses gefährlichen Batman-Widersachers, seinen Ursprüngen, seinem Werdegang. In gemäldeartigen Bildern wie aus Tausendundeiner Nacht darf ich die spannende, hochdramatische und äußerst tragische Geschichte um die „Geburt des Dämons“ miterleben. Dazu werde ich in die ferne Vergangenheit entführt, und zwar in die Wüsten Arabiens – und spätestens an der Stelle hatte mich der Band in seinem Bann. Stark geschrieben und vom großen Norm Breyfogle grandios in Szene gesetzt.


    9/10

    Findet Ihr Ra’s als Bösewicht auch so interessant wie ich? Welche Geschichten mit ihm gefallen Euch am besten? Und wie schätzt Ihr den kurzen Morrison-Band ein? Barks macht echt Laune, ich hoffe da auf noch mehr Knüller und längere Geschichten. Bin gespannt wie es da weiter geht.

    VG, God_W.
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

  2. #5752
    Mitglied Avatar von Clawfinger1986
    Registriert seit
    01.2020
    Beiträge
    45
    Mentioned
    18 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Unity I: To Kill A King

    Enthält Unity 1-4

    "Unity" ist praktisch Valiants Version von "The Avengers" oder der "Justice League". Mehrere Figuren, von denen jede auch eigene Comic-Reihen hat bzw. bekommen wird, kommen zusammen, um gegen die besonders großen Bedrohungen zu kämpfen. Wie üblich bei Valiant geht der Verlag jedoch einen etwas anderen Weg. So kommen die Figuren bei "Unity" nicht freiwillig zusammen, sondern aus reiner Notwendigkeit. Wie in Band 4 von "XO-Manowar" geschildert, ist Aric zur Erde zurückgekehrt und hat sich Rumänien als neues Königreich ausgesucht. Dagegen muss Unity nun vorgehen. Die hier präsentierte Story ist also nicht nur die Premiere des Superheldenteams, es ist auch gleichzeitig die Fortsetzung einer größeren Story. Das Gefühl einer Zweckehe anstatt tatsächlicher Kameradschaft unter den Helden wird die Reihe noch eine ganze Weile begleiten. Was natürlich für Spannungen innerhalb der Truppe sorgt - welche die Abenteuer für den Leser nur umso interessanter machen.

    Wichtig: Dieser erste "Unity"-Band ist nicht bloß die Fortsetzung von "XO-Manowar" Band 4, sondern verläuft auch parallel zu Band 5 besagter Serie. Abwechselndes Lesen ist für die perfekte Lesereihenfolge angesagt. Zuerst Heft 1 von "Unity", dann Heft 19 von "XO", dann Heft 2 von "Unity", dann Heft 20 von "XO", usw.

    Autor Matt Kindt spinnt eine hervorragende Blockbuster-Story, die jedoch nicht nur aus viel Action und Zerstörung besteht. Es gibt interessante Twists, einen tiefen Einblick in die Figur Livewire und die interessante Idee, die Geschehnisse teilweise aus der Sicht einer außenstehenden Reporterin zu präsentieren. Außerdem wird die Frage gestellt, wie die reale Welt auf das Auftauchen einer außerirdischen, praktisch unzerstörbaren Rüstung und weitere Alien-Technologie reagieren würde. Die ziemlich logische Antwort: USA, England, China und Russland starten einen neuen Rüstungswettlauf. Keine der beteiligten Nationen wirkt dabei sonderlich sympathisch. Unity und Aric sind klar zwischen den Fronten gefangen und müssen sich irgendwie hinaus manövrieren. Die Figur des XO-Manowar spielt dabei in diesem ersten "Unity"-Band eher eine Nebenrolle, fungiert über weite Strecken sogar als Bösewicht. Auch diese neue Perspektive macht den Debüt-Band so interessant. Ein Held für die einen, eine Bedrohung für die anderen.

    Zeichnerisch fährt Valiant die ganz großen Geschütze auf. Doug Braithwaite liefert hier seine erste Arbeit für den Verlag ab, wird im weiteren Verlauf aber noch etliche weitere nachlegen. Seine Zeichnungen sind schlicht hervorragend mit perfektem Storytelling. Auch gelingt es ihm ganz ausgezeichnet, die Emotionen der Figuren über ihre Gesichter abzubilden.

    Insgesamt gibt es nur einen Kritikpunkt an "To Kill A King". Denn wer den Band für sich liest, das heißt ohne die beiden erwähnten "XO"-Bände, dem gehen immer wieder Teilstücke der Geschichte verloren. Diese Art von "Lesezwang" gefällt mir nicht sonderlich. Alle, die sich entscheiden, nicht die Gesamtstory zu lesen, könnten demnach etwas weniger positiv beeindruckt sein.

    Weiter mit Unity geht es in Band 2: "Trapped By Webnet".

    Aber erst:

    X-O Manowar (2012) V: At War With Unity

    Enthäl tX-O Manowar (2012) 19-22

    Nach den Ereignissen von Band 4 läuft die Situation endgültig aus dem Ruder. Um Aric und sein neues Volk aus Rumänien zu vertreiben, schicken die USA das neu gegründete Superhelden-Team "Unity" gegen ihn ins Feld. Oder eher gesagt, zwei Teams mit dieser Bezeichnung. Das erste wird nämlich schon innerhalb weniger Sekunden von XO-Manowar auseinander genommen. Parallel zu diesem sehr kurzen Kampf schleicht sich Ninjak, den Leser bereits aus Band 2 kennen, auf das Schiff, mit dem Aric zur Erde kam. Doch er unterschätzt den Barbaren und wird gefangen genommen. Während Aric einmal mehr damit beschäftigt ist, sein eigenes Volk zu einen und sich als Anführer zu behaupten, gelingt es Ninjak, sich wieder zu befreien. Gleichzeitig machen sich Livewire, Eternal Warrior und Toyo Harada als neues Team Unity auf, um gegen die Bedrohung der Rüstung ins Feld zu ziehen. Sie planen, das Raumschiff Aric unter der Nase wegzustehlen. Der übertölpelt sie jedoch, indem er das Schiff kurzerhand in den Weltraum bewegt. Schon werden aus den Jägern die Gejagten. Während die drei Herren Aric in der Realität bekämpfen, versucht Livewire die Kontrolle über die außerirdische Rüstung zu erlangen. Dies gelingt ihr zwar, allerdings stürzt das Raumschiff daraufhin ins Meer. Außerdem zeigt sich, dass Aric die Rüstung auch kontrollieren kann, wenn er sie gar nicht mehr trägt bzw. jemand anderes darin steckt. Nach einigem Hin und Her gelingt es Livewire schließlich endgültig, die Kontrolle über Shanhara zu erringen. Parallel droht der dritte Weltkrieg, da sich nun China, Russland und die USA allesamt anschicken, das abgestürzte Raumschiff und die Rüstung in Besitz zu nehmen. Schlussendlich kann die Situation vorerst beruhigt werden. Toyo Harada nimmt die Rüstung an sich, Aric und seine Leute werden von den USA inhaftiert. Doch dem mächtigen Milliardär ist erwartungsgemäß nicht zu trauen. Also beschließt der Rest des Teams, ihm die Rüstung wieder abzunehmen und es lieber mit Aric als Träger zu versuchen. Der gibt unterdessen alles, damit die USA seine Leute aus dem Gefängnis entlassen und ihnen eine neue Heimat zur Verfügung stellen. Dieser Wunsch wird ihm auch erfüllt, nachdem er sich dank Unity wieder mit Shanhara verbinden kann. Allerdings handeln die USA nicht aus reiner Gutmütigkeit, stattdessen erpressen sie Aric von nun an. Entweder er tut, was sie von ihm verlangen oder sie bombardieren sein Volk.

    Nochmal: Allen Lesern ist dringend empfohlen, diesen fünften "XO"-Band parallel zum ersten Band von "Unity" zu lesen. Dabei wechselt man sich mit den einzelnen US-Heften einfach ab. Also zuerst "Unity" 1, dann "XO" 19, dann "Unity" 2, dann "XO" 20, usw. Zwar bietet der Verlag vor jedem neuen Kapitel eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse aus "Unity" an, die kann aber natürlich die komplette Story nicht ersetzen.

    Robert Venditti setzt den Fokus verständlicherweise stärker auf Aric als Person, während er bei "Unity" eher eine Nebenrolle spielt. Die innere Zerrissenheit der Figur wird dabei gelungen herausgearbeitet - einerseits will er sein Volk beschützen, andererseits muss er sich den Begebenheiten einer für ihn fremden Welt anpassen. Erstaunlich für einen amerikanischen Comic ist, wie extrem unsympathisch und negativ das US-Militär dargestellt wird.

    Mehrere Zeichner präsentieren das Geschehen dieses Mal auf gelungene Weise. Hauptverantwortlicher ist Cary Nord, den man als Leser bereits kennt. Für Heft 19 übernahm er sogar die Kolorierung. Es ergibt sich erneut ein ganz anderer Zeichenstil, an dem man jedoch schon nach kurzer Zeit seine helle Freude hat. Für die nachfolgenden Hefte übernimmt er lediglich die Layouts. Vollendet werden die Bilder von Vicente Cifuentes, der einen klassischeren Stil bietet. Für den Rückblick in Heft 21 kehrt Trevor Hairsine zurück, der bereits in Band 3 zwei Ausgaben zeichnete. Trotz der vergleichsweise vielen Zeichner weis das Ergebnis absolut zu überzeugen.

    Mein einziger Kritikpunkt ist der gleiche wie bei "Unity" Band 1: Um die ganze Geschichte zu lesen, wird man eben gezwungen, auch den anderen Teil des Crossovers zu kaufen. Diese Art von Verkaufspolitik ist bei US-Verlagen inzwischen üblich, gefällt mir aber trotzdem nicht. Wer diesen Band nur für sich liest, dem entgeht ein Großteil der Geschichte.

    Weiter geht es in Band 6: "Prelude to Armor Hunters".
    Geändert von Clawfinger1986 (20.11.2020 um 15:57 Uhr)

  3. #5753
    Mitglied Avatar von Clawfinger1986
    Registriert seit
    01.2020
    Beiträge
    45
    Mentioned
    18 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Unity II: Trapped By Webnet

    Enthält Unity 5-7

    In diesem Band feiert eine weitere Figur aus dem alten Valiant-Universum ihre moderne Neuinterpretation: Dr. Silk. Der entwickelt ein Virus, das bei den betroffenen Menschen eine Gehirnwäsche auslöst. Dazu nutzt er unter anderem Technologie aus abgestürzten Wrackteilen der zerstörten Vine-Flotte, welche die Aliens einst schickten, um die Menschheit zu vernichten. Die Überreste der Raumschiffe schweben weiterhin kreisförmig im Orbit um die Erde (siehe "X-O Manowar", Band 3). Unity kommt ihm bei seinem Plan jedoch auf die Schliche und auch in die Quere. Schließlich gelingt es dem Team nach und nach, Dr. Silks Machenschaften einzudämmen und ihn (scheinbar) endgültig zu besiegen. Vorher verübt er mittels des Virus aber noch einen schrecklichen Anschlag auf ein Flugzeug.

    Dieser Band setzt massiv darauf, dem Leser Hintergrundinformationen näherzubringen, während die eigentliche Handlung alles andere als komplex ausfällt. So erfährt man im Detail, woher Silk eigentlich kommt und wie seine Technologie funktioniert. Dank des Klonens hat er sich und seine rechte Hand Fitz nämlich praktisch unsterblich gemacht. Außerdem war er einst an der Entwicklung eines Superhelden-Teams während des Zweiten Weltkriegs beteiligt. Hier kommen Fans von "Bloodshot" und "Shadowman" durch entsprechende Cameos auf ihre Kosten.

    Besonders deutlich hebt Autor Matt Kindt den Unterschied zwischen den "Helden" aus dem Hause Valiant und anderen Superhelden-Verlagen hervor. Ninjak, Eternal Warrior, Livewire und X-O Manowar sind deutlich kaltblütiger. Sie sind aber auch mit mehr Fehlern behaftet und kommen (zumindest zu diesem Zeitpunkt) nicht reibungslos miteinander aus. Auch wenn sich die Lage seit Band 1 bereits gebessert hat.

    Die Zeichnungen stammen von CAFU, der sich im Laufe der Jahre zu einem der wichtigsten Künstler des Valiant-Verlags gemausert hat. Die in diesem Band enthaltenen Bilder stellen klar wieso. Detailliert und dynamisch ist er sowohl ruhigeren Szenen als auch brachialer Action gewachsen. Wirklich top.

    "Unity" kann also die in Band 1 etablierte Qualität halten. Einerseits nun etwas eigenständiger von "X-O Manowar", andererseits aber klar in den bestehenden Canon integriert. Von mir gibt es wieder einmal eine klare Leseempfehlung.

    Da dieser Band nur drei US-Hefte enthält, hat man als Bonus noch Ausgabe 5 von "X-O" hinzugefügt, in welcher Ninjak seinen ersten Auftritt hatte.

    Weiter geht es mit Unity in Band 3: "Armor Hunters".

    X-O Manowar (2012) VI: Prelude to Armor Hunters

    Enthält X-O Manowar (2012) 23-25

    "Armor Hunters" stellt das bislang größte Event des Valiant-Verlags dar. Um die Story vollständig lesen zu können, sind folgende Bände nötig: "X-O Manowar" Band 6 + 7, der Einzelband "Armor Hunters" sowie "Unity" Band 3. Darin sind sämtliche US-Hefte enthalten, um meine empfohlene Lese-Reihenfolge für das Event umzusetzen:

    X-O 26-28, X-O 23-25, Armor Hunters 1, Unity 8, Armor Hunters 2, Unity 9, Armor Hunters 3, Unity 10 - 11, Armor Hunters 4, X-O 29, Armor Hunters Aftermath 1

    Die beiden Mini-Serien rund um "Bloodshot" und "Harbinger", die ebenfalls zum Event gehören, liest man besser nicht ohne Vorwissen über die entsprechenden Figuren. Sie tragen zudem nur wenig zur Gesamt-Story bei. Von daher kann man sie auch problemlos ignorieren.

    Malgam (halb Alien, halb Manowar-Rüstung) flieht vor den Armor Hunters zur Erde. Sein Raumschiff schafft es jedoch nicht am Trümmerring vorbei, der seit der Zerstörung der Vine-Flotte im Erdorbit schwebt. Mitten zwischen den Wrackteilen kommt es zwischen ihm und Aric zu einem ausgewachsenen Kampf. Schließlich gelingt es Aric, den Eindringling zu überwältigen und gefangen zu nehmen. Am anderen Ende des Universums erledigen die Armor Hunters unterdessen ihre jüngste Mission. Nachdem sie eine weitere Manowar-Rüstung zerstört und anschließend den gesamten Planeten (mitsamt dessen Bevölkerung) "dekontaminiert" haben, legen sie ihr neues Ziel fest: Die Erde.

    Abgesehen von der Haupt-Storyline sind auch sämtliche Kurzgeschichten aus der Jubiläums-Nummer 25 enthalten. Diese stellen entweder Rückblicke dar, die uns Aric als Person näherbringen. Oder es handelt sich um Funny-Comics, die außerhalb des offiziellen Canons spielen. Geschmäcker sind natürlich verschieden, aber einen gelungenen Bonus stellen sie auf jeden Fall dar.

    Zwar gefällt Robert Venditti's Story auch in diesem Band, doch wirkt das Geschehen etwas gestreckt. Lässt man die lange Kampfsequenz im Erdorbit weg, passiert nicht wirklich viel auf den Seiten. Vermutlich hätte man das Ganze auch in einem oder zwei Heften erzählen können. Auch wäre es besser gewesen, die gesamte "ArmorHunters"-Storyline in einen Band zu packen, wie damals bei "Planet Death", anstatt den Leser zweimal zur Kasse zu bitten. Was hingegen positiv auffällt, ist der Raum, der den Armor Hunters eingeräumt wird. Anstatt einfach irgendwelche Klischee-Bösewichte auf Aric zu hetzen, versucht Venditti ihnen eine richtige Persönlichkeit zu verpassen. Was ihm dann spätestens im nächsten Band auch endgültig gelingt.

    Diego Bernard feiert in diesem Band sein "X-O"-Debüt und scheint wie für diesen Job geschaffen. Erfreulicherweise bleibt er der Serie noch eine ganze Weile erhalten. Kreaturen- und Welten-Design fallen hier bereits sehr positiv auf, zu absoluter Höchstform läuft er jedoch im nächsten Band auf...

    ... X-O Manowar VII: Armor Hunters.
    Geändert von Clawfinger1986 (21.11.2020 um 11:27 Uhr)

  4. #5754
    Mitglied Avatar von God_W.
    Registriert seit
    10.2018
    Ort
    Nahe Aschaffenburg
    Beiträge
    1.870
    Mentioned
    127 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Heute geht es vorrangig um gebleckte Beißerchen…


    Nosferatu 1 – Si Vis Pacem



    Ihr merkt es schon, ich bin seit Oktober ein wenig in Grusel- und Horror-Stimmung. Allgemein ist ein Splitter-Zweiteiler oft keine schlechte Wahl, also brachte der Griff zum Lese-K2 den ursprünglichen Vampir zum Vorschein. Wobei, ganz so klassisch wie in Murnaus Klassiker von 1922 geht es dann doch nicht zu, erwacht der Oberblutsauger doch im indischen Dschungel der Neuzeit, woraufhin er sich erstmal durch die Slums von Bombay beißt. Coole Vampirjäger, Krieg unter den Blutsaugerclans und Rückblicke bis zu Kaiser Caligula und Nosferatus Zeit an dessen Hof (ja, coole Mischung, gell?) verleihen dem Band eine große Breite und enorme Abwechslung. Spannend geht es auch zu und macht enorm Lust auf Teil 2.


    7/10




    Aliens – Dead Orbit



    James Stokoes Autorencomic liefert einen starken Beitrag zum Alien-Universum. Als ein Schiff scheinbar führerlos auf ein Treibstoffdepot zusteuert macht sich ein kleines Team in einem Shuttle auf den Weg, um nach dem rechten zu schauen. Erwartungsgemäß bricht an Bord des „Geisterfahrer“-Frachters die Hölle los. Dabei wird geschickt mit Versatzstücken aus den ersten beiden Kinofilmen (und in einer Szene auch dem Dritten) gearbeitet, was prima funktioniert. Blutig und actiongeladen bleibt aufgrund der altbekannten Muster zwar die Spannung ein wenig auf der Strecke, aber dafür weiß das hyperdetaillierte Artwork (hat mich ein wenig an Chris Burnhams Arbeit an Morrisons Nameless oder auch Geof Darrow an Hard Boiled erinnert) absolut zu überzeugen.


    7/10




    Nosferatu 2 – Para Bellum



    Nein, mit dem dritten Teil der John Wick Saga hat das Splitter Album nichts zu tun, auch wenn der Untertitel vertraut klingen mag. Im Finale der mit diesem zweiten Band leider schon beendeten Reihe wird das Geheimnis aus Nosferatus Vergangenheit aufgelöst und die Handlungsstränge zwischen den Vampirfürsten, den Jägern und Nosferatu selbst verknoten sich immer enger, bis zu einem spannenden Finale. Tolle Story, gekonnt zu Ende geführt, auch wenn es gegen Ende scheinbar etwas schnell gehen musste. Wie schon bei Ulysses 1781 wurde sich die Möglichkeit offen gehalten weiter zu machen, aber die meisten Storyfäden werden zu einem zufriedenstellenden Abschluss geführt. Schade eigentlich, ich hätte mir gerne noch ein paar der wirklich schön gezeichneten Bände gegeben.


    6,5/10




    Aliens – Staub zu Staub



    Das Teil möchte ich schon ganz gerne als einen Knüller des Franchise beschreiben. Die coole, roughe Optik, die deutliche Anlehnung an Teil zwei der Filmreihe mit massig Action und die starken Horrorelemente, die sich eher durch schonungslose Schockmomente als durch subtile Spannung entladen, sind schon äußerst gelungen. Meisterlicher Kniff des Autors und Zeichners Gabriel Hardman ist es aber, uns die Story komplett aus der Sicht eines de facto wehrlosen kleinen Jungen zu präsentieren. Es ist fast so, als würden wir James Camerons „Aliens – Die Rückkehr“ durch die Augen der kleinen Newt erleben, und das fühlt sich äußerst intensiv an!


    Im Gegenzug leidet durch die viele Action der Spannungsaufbau ein wenig, was sich durch teils unharmonisch anfühlendes Pacing noch verschlimmert wird. Da es in so einer Atemlosen Monsterhatz auch nicht allzu viel zu erzählen, sondern eher zu Stöhnen und Schreien gibt, ist der Band auch recht schnell durch. Aber lieber ein knackiges und intensives Erlebnis mit besonderem Kick, als 500 Seiten Langeweile.

    8/10




    Die Gruft von Dracula – Classic Collection 1



    Ihr merkt es, ich bin in Horror und Grusellaune, schon seit Ende Oktober so in etwa, und da die klassischen Gruselfilmgestalten wie Dracula, Frankenstein, der Wolfsmensch, der Schrecken vom Amazonas, die Mumie usw. seit früher Jugend zu meinen absoluten Lieblingen gehören war auch der berühmteste aller Blutsauger mal wieder in irgendeiner Form fällig. Adaptionen gibt es ja in allen Kunstformen zur Genüge, aber da ich von klassischem Marvel Material wie Conan und Planet der Affen so begeistert war dachte ich mir, dass ich mit diesem dicken, 36 Hefte umfassenden Prügel nicht allzu falsch liegen kann.



    Hier der Inhalt des umfangreichen Sammelbandes.


    Um mich ein Stück weit überraschen zu lassen habe ich mich die ganze Zeit über möglichst wenig über die Geschichten informiert, ging also sehr unbedarft an diesen ersten Testband heran. Bei Gefallen sollen die beiden übrigen, wovon der Dritte dann massig deutsche Erstveröffentlichungen enthalten wird, noch folgen.

    Überrascht wurde ich dann tatsächlich gleich zu Beginn, denn der Band beginnt nicht mit einer Nacherzählung des Originalromans. Die Reihe sieht sich eher als vergleichsweise spät einsetzende Fortsetzung des selbigen, trägt sich die Handlung doch zum Zeitpunkt der Entstehung der Hefte, also in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zu. Das sorgte bei mir erstmal für eine kleine Enttäsuchung – die ungefähr fünf Seiten anhielt, dann hatte mich die enorm kurzweilige Story schon in ihren Bann geschlagen.


    Ich finde die stimmungsvolle Colorierung mit einer mächtigen Portion 70er Jahre Charme enorm gelungen.


    Der junge Pleitegeier Frank Drake reist mit seiner großen Liebe und seinem besten Freund nach Transsylvanien, hat er doch vor kurzem erfahren, dass er der letzte Nachfahre und somit Erbe des Geschlechts der Draculas ist. Bram Stokers als Roman getarnter Welthit ist in aller Munde, weshalb sollte sich mit dem frisch geerbten alten Schloss also nicht eine Touristenattraktion aufbauen und ordentlich Kohle scheffeln lassen? Was er nicht weiß ist zum einen, dass in den Katakomben des Gemäuers tatsächlich ein Untoter mit einem Pflock im Herzen liegt, den ein unachtsamer Besucher vielleicht versehentlich in einen wandelnden Untoten zurückverwandeln, quasi wiedererwecken könnte, und zum anderen, dass sein sogenannter bester Kumpel alles Andere als ein guter Freund ist, hat der doch geplant den guten Frank um die Ecke zu bringen, um sich im Anschluss an dessen Freundin, seine eigene Ex ranzumachen. Wie das Unheil auf Schloss Dracula dann seinen Lauf nimmt könnt Ihr sicher erahnen…


    Erster Auftritt des Daywalkers, kostüm noch deutlich anders, als von den Kinoauswertungen gewohnt.


    Es ist eine wahre Freude, wie enorm kurzweilig diese 788 Seiten daherkommen! Klar, zu Beginn, so die ersten ein bis zwei Handvoll Geschichten, wird die Richtung in die das Ganze geht ab und an mal noch etwas korrigiert. Das liegt sicher an den wechselnden Autoren, bis sich das Gespann aus Autor Marv Wolfman und Zeichner Gene Colan mal gefunden und ordentlich eingegrooved hat, aber selbst diese ersten sechs bis acht Hefte lesen sich super und verursachen keine riesigen Logiklöcher, die den weiteren Storyverlauf negativ beeinflussen würden. Spätestens als dann Van Helsings Ur-Enkelin mit ihrem Vampirkiller-Team auftaucht und auch noch mitmischt, kann ich die Reihe einfach nur noch feiern.

    Jede Menge Abwechslung und einfach beste Unterhaltung wird geboten. Mal steht Frank Drake im Mittelpunkt der Story, mal die Vampirjägertruppe, dann wieder Dracula selbst. Der wird zu Beginn sehr lange als der absolute Urbösewicht dargestellt, bekommt im weiteren Verlauf aber auch ab und an mal eine kleine Rolle als „Antiheld“, wenn er nur die richtig bösen Menschen aussaugt und andere verschont. Ein spannendes Wechselspiel in seinem Charakter, welches ihn schön unberechenbar macht.


    Dracula trifft auf den Werwolf.


    Ein absolutes Highlight sind immer die Auftritte von Blade, dem Daywalker. Nein, so wird er hier noch nicht genannt, dennoch ist sein erster Auftritt in Tomb of Dracula #10 denkwürdig, seine weiteren Einsätze enorm cool, und dass aus seiner Anlehnung an Richard Roundtrees Shaft kein Hehl gemacht wird, sondern der schwarze Vampirjäger regelmäßig einen entsprechenden Spruch auf den Lippen hat, gibt der Blaxsploitation Power einen herrlich selbstironischen Anstrich. Wenn im Nachgang seine Origin weiter ausgearbeitet wird kommen wir der aus dem Wesley Snipes Streifen sogar schon überraschend nahe. Ich liebe es! Im Gegensatz dazu wirkt der Privatschnüffler Hannibal King doch deutlich anders, als sein Ryan Reynolds Pendant aus dem leider sehr schwachen Blade 3.

    Dass die Geschichten in den 70ern entstanden sind merkt man vor allem an dem Mut alles auszuprobieren, worauf man Lust hatte. Die 70er sind für mich immer die Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten, im filmischen Bereich wie auch hier. Neben klassischen Gruselgeschichten, mal dramatischeren, mal lustigeren Beiträgen, werden auch immer mal wieder enorm trashige Elemente oder Versatzstücke aus beliebten Filmreihen eingestreut. Extravagante Bösewichte, die ganze Verbrecherorganisationen in James Bond Manier befehligen geben sich mit bösartigen Supergehirnen in Tanks mit Nährlösung die Klinke in die Hand, nur um zwei Hefte später wieder zu einer spannenden Vampirhatz in ein von Geistern heimgesuchtes Herrenhaus zurückzukehren.


    Hannibal King, im Kino ein taffer Vampirkiller mit großer Klappe, gespielt von „Dead Pool“ Ryan Reynolds, im Comic eher ein dem klassischen Film-Noir entliehener Privatschnüffler.


    Im Vorwort von Tom Field wird hochtrabend verlauten lassen, dass es sich hier um eine der besten Comicreihen der 70er Jahre handelt. Ich habe bislang nicht allzu viele Vergleichsmöglichkeiten gesichtet, kann mir das aber sehr gut vorstellen, denn ich hatte unglaublich viel Spaß! Das Vorwort ist neben einigen Covern und Artworks übrigens das einzige Bonusmaterial, doppelt und dreifach runtergeleierte Kommentare wie bei der Conan Classic Collection gibt es nicht (da wurde das echt ein wenig übertrieben), aber auch Leserbriefe gibt es keine, was ich ein wenig schade finde, die haben bei Conan echt nochmal zum Feeling und Zeitkolorit beigetragen. Aber vielleicht gab es bei Dracula damals gar keine? Ich weiß es nicht, aber allzu schlimm ist es wirklich nicht, zumindest wird man zwischen den Heften nicht aus dem Lesefluss gerissen.

    Ich kann nur empfehlen: Holt Euch den Blutsauger, wenn Ihr mit dem Thema auch nur entfernt was anfangen könnt, es lohnt sich absolut und die Jahreszeit könnte besser nicht sein. Band Zwei steht ebenfalls schon in den Regalen (und liegt seit meinem Geburtstag auf meinem Lese-K2 – An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die beste Ehefrau von allen), der finale Band drei erscheint voraussichtlich am 23. März 2021. Wenn Ihr wollt könnt Ihr Euch aber zuvor zu Weihnachten schon den Werwolf by Night holen. Angenehmes Gruseln (und auch Schmunzeln) wünsche ich!



    Ohne Schutzumschlag glänzt der Band in stilechtem Nachtschwarz.


    8,5/10

    VG, God_W.

    PS: Ich merke, ich falle in alte Verhaltensmuster zurück. Ich muss mich dringend wieder kürzer fassen! Aber die stickige Gruft von Dracula hat mich einfach verleitet, oder war es gar sein hypnotischer Blick? Egal. Wie findet Ihr den 70er Jahre Blutsauger? Habt Ihr den moderneren Nosferatu-Zweiteiler von Splitter auch gelesen? Meinungen dazu?

    Wer liest gerne Alien-Comics, und wie findet Ihr die beiden hier besprochenen? Vor allem auch zum Artwork würden mich Eure Ansichten interessieren! Ach übrigens, die Alien Lizenz läuft bei Cross Cult bald aus, falls Ihr Interesse habt (auch an den übrigen Franchise-Beiträgen des Verlags), dann greift in nächster Zukunft zu!
    Geändert von God_W. (21.11.2020 um 15:25 Uhr)
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

  5. #5755
    Mitglied
    Registriert seit
    05.2020
    Beiträge
    32
    Mentioned
    4 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Ich schließe mich mal @God_Ws Ausflug in die 70er an mit

    Die Schiffbrüchigen der Zeit, Epsiode 3 & 4



    Die beiden Alben bilden ebenso wie Nr 1 & 2 eine zusammengehörige Geschichte, die nach dem Ende von Band 2 beginnt.
    Diesmal spielen die Trasserer keine Rolle - stattdessen bekommt es Chris mit einer gegen ihn gerichteten Intrige zu tun, mit dem Ziel, ihm gewisse (militärisch nützliche) Geheimnisse zu entlocken, mit deren Hilfe das Universum durch die Schurken erobert werden will.
    Was mir hier gefallen hat, ist der Umstand, dass die Schurken nicht mit roher Gewalt agieren, sondern durch Tücke und Manipulation Chris Vertrauen zu gewinnen versuchen. Auch dass eine Figur erst sehr spät als Bösewicht enttarnt wird, trägt zur Spannung bei. Besonders interessant ist die Figur der Quinine, die ambivalent angelegt ist und sowohl gute wie weniger gefällige Taten vollbringt und deren Motive auch glaubwürdig dargestellt werden. Der Tapir ist sicher einer der einprägsamsten Unholde.

    Eine spannende und ebenso unterhaltsame Geschichte, die hier zum letzten mal zusammen von Forest und Gillon präsentiert wird - ihre Wege trennen sich anschließend und Gillon führt die Serie allein weiter. Ich bin schon gespannt, wie gut dies gelingt.

  6. #5756
    Mitglied Avatar von Hahlebopp
    Registriert seit
    12.2019
    Beiträge
    165
    Mentioned
    11 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Kürzlich gelesen:
    House of X / Powers of X 1-4

  7. #5757
    Mitglied Avatar von Clawfinger1986
    Registriert seit
    01.2020
    Beiträge
    45
    Mentioned
    18 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    X-O Manowar (2012) VII: Armor Hunters

    Enthält X-O Manowar (2012) 26-29

    Die ersten drei in diesem Band enthaltenen US-Hefte stellen eine echte Besonderheit dar. Immerhin drehen sie sich durchgehend um die Antagonisten der Geschichte, die Armor Hunters. Aric und dessen Abenteuer auf der Erde spielen vorerst keine Rolle mehr.

    Reebo und Malgam sind Kopfgeldjäger. Ein verzweifelter Überlebender erzählt den beiden von einer unglaublichen "Waffe", die seine Heimatwelt verwüstet hat. Er heuert sie an, um sie zu zerstören und sein Volk zu retten. Auf dem Planeten angekommen zeigt sich jedoch, dass sie zu spät sind. Niemand ist mehr am Leben. Bei der "Waffe" handelt es sich unterdessen um eine Manowar-Rüstung, die sich mit einem der Einheimischen verbunden hat und nun Amok läuft. Obwohl die Kopfgeldjäger alles geben, unterliegen sie und kommen gerade so mit dem Leben davon. Pleite und beschämt schließen sie sich einem General an, der eine ganze Armee aufstellt, um die Manowar-Seuche im Universum auszurotten. Denn immer mehr Rüstungen tauchen auf und verwüsten eine Welt nach der anderen. Nach einiger Überzeugungsarbeit werden aus Reebo, Malgam und einigen anderen Rekruten schließlich die besten Armor Hunters überhaupt. Sie erledigen eine Rüstung nach der anderen. Doch plötzlich bricht der Kontakt zum General ab und Malgam wird im Kampf schwer verletzt. Weil er seinen Freund nicht sterben sehen kann, lässt Reebo zu, dass sich eine Manowar-Rüstung mit ihm verbindet. Anschließend legt er Malgam in Stasis, doch der Infizierte entkommt und flieht zur Erde.

    Mit diesen drei Heften präsentiert Robert Venditti den eigentlichen Beginn der Storyline rund um die Armor Hunters. Gleichzeitig erweitert er den Mythos um die Manowar-Rüstung ganz massiv. Die Entscheidung, den Antagonisten gleich drei Hefte einzuräumen, um ihre Figuren zu etablieren und ihre Persönlichkeiten entfalten zu lassen, war ebenso mutig wie richtig. Tatsächlich sind Story und Charaktere dermaßen interessant, dass man Aric und die Erde schon nach wenigen Seiten gar nicht mehr vermisst.

    Heft 4 spielt hingegen nach dem eigentlichen Event und stellt praktisch den ersten Epilog dar (der zweite folgt in "Armor Hunters Aftermath"). Malgam ist weiterhin im zerstörten Bunker von M.E.R.O. gefangen, wird nun jedoch vom US-Militär befreit. Einer der Soldaten entpuppt sich als Verräter, der das Alien töten will, damit er dessen Rüstung für seine Auftraggeber in Besitz nehmen kann. Aric und Colonel Capshaw können ihn jedoch aufhalten. Schließlich wird Malgam an einen sicheren Ort gebracht.

    Die Zeichnungen stammen wieder von Diego Bernard, der nach seinem Debüt im vorigen Band endgültig zur Höchstleistung auffährt. Aliens, Umgebungen, Raumschiffe, Action, Charakter-Momente - alles davon meistert er problemlos und präsentiert dem Leser einige der bisher epischsten Bilder der gesamten Serie. Ein Glück, dass er noch eine ganze Zeit der Stammzeichner der Reihe bleiben wird.

    Armor Hunters (Einzelband)

    Enthält Armor Hunters 1-4, Armor Hunters Aftermath 1 (One-Shot)

    Die Armor Hunters erreichen die Erde und machen sich daran, die Manowar-Rüstung zu finden und zu zerstören. Eine erste Spur führt sie nach Russland, wo sie jedoch nicht die echte Rüstung finden. Stattdessen stolpern sie über menschliche Kopien, an denen das russische Militär arbeitet. Unterdessen nimmt der Anführer der Hunters, Reebo, Kontakt zu Aric und seinen Verbündeten auf. Wenn sie ihm die Rüstung aushändigen, verschont er den Planeten. Natürlich kommen sie dieser Aufforderung nicht nach, woraufhin er Mexico City komplett vernichtet. Im nächsten Schritt entsendet Reebo spezielle Jagdhunde. Diese sollen alle bekannten Lokalisationen, an denen die Manowar-Rüstung zum Einsatz kam, terminieren. Insgesamt acht Orte auf der Welt werden so gleichzeitig angegriffen. Einer davon ist Nebraska, in dem Arics eigenes Volk lebt. Zwar kann er alle Hunde töten, die Verluste sind jedoch verheerend. Auch M.E.R.O., die Organisation, die mit Aric zusammenarbeitet, wird angegriffen und praktisch vollständig zerstört. Angesichts der immensen Zerstörung plant Aric einzuknicken und die Rüstung an die Armor Hunters zu übergeben. Seine Verbündeten von M.E.R.O. überzeugen ihn hingegen, den Angreifern eine Falle zu stellen. Statt Aric trägt Livewire die Rüstung, gelangt so auf das feindliche Schiff und lässt dieses mittels ihrer Fähigkeiten abstürzen - mitten in Los Angeles. Hier kommt es dann auch zur letzten Konfrontation zwischen den Streitkräften der Erde und den Armor Hunters.

    In "Aftermath" erfahren wir dann auch, dass die Menschen das Raumschiff der Armor Hunters (das eigentlich ein "lebendiger" Roboter namens GIN-GR ist) für sich einsetzen wollen. Gleichzeitig wird aus M.E.R.O. die Organisation G.A.T.E., die nun halbwegs öffentlich auftritt, da der Alien-Angriff schließlich ebenfalls für alle sichtbar war. Einige der Hunters haben jedoch überlebt und werden im weiteren Verlauf auch noch Auftritte im Valiant-Universum hinlegen.

    Eines muss klar gesagt werden: Eigentlich ist diese Mini-Serie ein integraler Bestandteil von "X-O Manowar". Als kompletter Neuling im Valiant-Universum wird man hier nur wenig verstehen, ignoriert man den Band als X-O-Leser fehlt einem ein großes Stück der weiteren Geschichte. Die ärgerliche Veröffentlichungsweise einmal außen vor gelassen, überzeugt die Story von Robert Venditti jedoch auf ganzer Linie. Das Ausmaß an Ideen und Figuren, die in diesem Blockbuster-Comic eingesetzt werden, ist wirklich ganz erstaunlich. Beide Daumen hoch!

    Die Zeichnungen stammen zunächst von Doug Braithwaite, der nach dem ersten "Unity"-Band einmal mehr sein überragendes Talent präsentiert. Seine Bilder strotzen vor Details und Ausdrucksstärke. Außerdem passt sein etwas dreckigerer Stil perfekt zur Story. Den One-Shot "Aftermath" erweckt hingegen CAFU zum Leben, der seinem Kollegen in Sachen Qualität in nichts nachsteht. Auch wenn seine Zeichnungen "sauberer" daherkommen. Rein optisch weiß der Band damit ebenfalls komplett zu überzeugen.
    Geändert von Clawfinger1986 (Gestern um 11:44 Uhr)

  8. #5758
    Mitglied Avatar von robert 3000
    Registriert seit
    06.2005
    Beiträge
    4.601
    Mentioned
    46 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)



    Scurry (Webcomic)

    https://www.scurrycomic.com/

    Grafik: niedlich, mit schönen Lichteffekten, Sehr stimmungsvoll, Stil Computergrafik aber sehr, sehr passend zur Story

    Story: eine von Menschen entvölkerte Welt in der die Mäuse merken dass sie ohne Menschen keine Nahrung haben, bzw. Ihnen die Nahrung ausgeht. Eine Intrige innerhalb der Mäusekolonie, eine versteckte Lovestory, ein niedlicher (Mäuse)held, Das Storytelling versucht eine vorsichtige Mischung aus Realität und Mystery und ist spannend erzählt. Es wird hier eine typische Abenteuerstory in einem etwas ungewöhnlichem Setting erzählt.
    Das Webcomic ist derzeit abgeschlossen. Man bekommt (für ein solch umfangreiches Webcomic doch eher selten) eine von A-Z abgeschlossene Story.
    Man konnte auch eine Hardcoverausgabe der drei Bände kaufen. Diese ist derzeit allerdings schon ausverkauft.

    Sprache: englisch
    Seiten: ca 300
    Wem könnte das gefallen? Leser von Bone, Mouseguard,

    Wertung: 9,5 von 10

  9. #5759
    Mitglied Avatar von Kohlenwolle
    Registriert seit
    04.2010
    Ort
    Emscherinsel
    Beiträge
    2.230
    Mentioned
    35 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Mir würde das mit Sicherheit gefallen.
    Schöne Grüsse aus dem Kohlenpott


  10. #5760
    Mitglied Avatar von OK Boomer
    Registriert seit
    10.2013
    Beiträge
    4.011
    Mentioned
    31 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Danke für die Erinnerung an Scurry, werde ich demnächst komplett von vorne lesen.

  11. #5761
    Mitglied Avatar von #churchi
    Registriert seit
    11.2019
    Beiträge
    338
    Mentioned
    56 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Blog-Einträge
    3
    PLUNGE (US # 01-06)
    (PANINI dt: Schiff der lebenden Toten)




    Joe Hill / Stuart Immonen


    03. Oktober 2020, Massacre Bay (Insel Attu / Alaska). Ein Tsunami löst eine Schockwelle aus der über die komplette Insel hereinbricht.
    Riesenkalmare werden angespült und Meeresbewohner wie Borstenwürmer fangen an sich gegenseitig aufzufressen.
    Durch das Unterwasserbeben wird das Wrack eines Vermessungsschiffes, die Derleth das vor ungefähr 40 Jahren vor der Küste sank
    wieder halb freigegeben. Das Schiff riss die gesamte Crew von 32 Mann in den Tod und mysteriöser Weise sendet es plötzlich ein Notsignal.

    Der Funk ruft die Besitzer der Derleth auf den Plan. Rococo International ist eine Firma die in der Forschung überall ihre Hände im Spiel hat.
    Sie senden ihren Mann Lacome, der sich mit Carpenter, Captain eines Bergungsschiffes das vor Alaska herumtümpelt in Verbindung setzt.
    Der bärbeißige Captain und seine Crew ist auf solche Operation spezialisiert, der Umstand das sich das Wrack auf russischem Territorium
    befindet macht den Einsatz zu einer „inoffiziellen“ Mission. Unterstützung bekommt das Team zusätzlich durch die Meeresbiologen
    Moriah und Bill.

    Drei Tage später befindet sich das Team vor dem Atoll das durch einen Meteoriteneinschlag vor ewigen Zeiten gebildet wurde.
    Während der Vorbereitungen zur Bergung erkunden sie auch die verlassene Küste. Dort macht Moriah eine grausige Entdeckung.
    Sie findet eine Leiche der verschollenen Besatzung. Bis auf ein paar Hundertfüßler die durch die leeren Augenhöhlen krabbeln und in
    Anbetracht des Alters aber ansonsten erstaunlich gut in Schuss. Sie bildet sich ein von dem Toten angesprochen zu werden, aber das kann
    ja nicht sein…

    Während die Leiche zu Untersuchung auf Carpenters Schiff gebracht wird beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen.
    Tja, was soll man sagen… auf der Insel und im Meer beginnt sich eine uralte Gefahr für die Crew zusammen zu brauen wobei die "Toten" noch
    das geringste Übel darstellen


    Zum Abschluss bringt Joel Hill noch einen interessanten Mix. Bei den Anspielungen der Namen kann man sich vielleicht schon denken
    wo die Reise hingeht. John Carpenter’s „Das Ding“, ein wenig „Alien“ Feeling und ein Schuss „Der Schwarm“. Ein weiterer Hinweis
    ist der Name des untergegangen Schiffes, denn Hill wildert auch noch bei

    Lovecraft und seinen Großen Alten, was dem Ganzen zum Ende hin einen netten Twist gibt.


    Gegenüber den anderen Titeln, ist „Plunge“ auch die einzige Geschichte die im Jetzt angesiedelt ist und bietet da einen gelungenen Kontrast.
    Das schnörkellose Artwork von Immonen passt zum Thema. Die Forscher / Techniker Crew ist sympathisch und Hill spielt wie schon meist
    mit bekannten Stilmitteln des Horrors. Gibt ein paar nette Anspielungen, aber auch einige Logiklöcher. Ist wohl Hill’s B-Movie Beitrag

    Geändert von #churchi (Heute um 12:32 Uhr)

Seite 231 von 231 ErsteErste ... 131181221222223224225226227228229230231

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Das Splash-Netzwerk: Splashp@ges - Splashbooks - Splashcomics - Splashgames
Unsere Kooperationspartner: Carlsen Comics - Sammlerecke - Kazé - Chinabooks - Salleck Publications - Mosaik - Splitter - Cross Cult - Paninicomics - Die Neunte
Frankfurter Buchmesse - Comicsalon Erlangen
Lustige Taschenbücher
comicforum.de ist Partner von Entertain Web und unterliegt als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.
comicforum.de ist Partner von Entertain Web
und unterliegt als Bestandteil des
Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.